Alternativen zum Cloud-Speicher

Wer Daten über mehrere Geräte hinweg synchronisieren möchte, greift meistens zu einer der bekannten Cloud-Speicher-Lösungen, darunter Dropbox, OneDrive, Google Drive und viele weitere. Sowohl im privaten Umfeld wie auch bei kleinen Unternehmen oder Teams sind solche Dienste beliebt.

Die Sicherheit der dort abgelegten Daten ist dabei meistens nur eingeschränkt gegeben: Zwar werden die Daten auf dem Transportweg zwischen dem PC und dem Anbieter verschlüsselt, dort werden sie jedoch wieder unverschlüsselt gespeichert. Nur wenige Anbieter bieten die Sicherheit, dass Dateien ausschließlich vom Anwender selbst gelesen werden können (Stichwort Ende-zu-Ende-Verschlüsselung).

Im Unternehmensumfeld kann dies problematisch werden: Werden personenbezogene Daten ungeschützt oder nicht rechtskonform bei Cloud-Diensten abgelegt, kann dies hohe Strafen nach sich ziehen. Auch zum Schutz der eigenen Kundendaten und Geschäftsgeheimnisse müssen Unternehmen die Sicherheit solcher Dienste kritisch prüfen.

Eine eigene Cloud

Für Unternehmen, die ohnehin bereits Server betreiben oder die Möglichkeit dazu haben, bietet sich eine eigene “private” Cloud vor Ort an. Eine der führenden Lösungen ist hier NextCloud, welches auch Synchronisations-Anwendungen für viele Plattformen mitbringt. Der Umfang lässt sich zudem mit Plugins um viele Anwendungszwecke erweitern, z.B. Kontakt- und Kalendersynchronisierung, Chat-/Messengerdienste und vieles mehr. Soll die Cloud auch von extern erreichbar sein, muss auf entsprechende Transportverschlüsselung (HTTPS) und Internet-Bandbreite geachtet werden. Die Installation auf einem gehosteten Server im Internet ist ebenfalls möglich.

Dateisynchronisierung ohne Server

Privatleute und kleine Teams möchten vielleicht nicht unbedingt einen eigenen Server betreiben. In diesem Fall kann Syncthing eine Alternative sein. Syncthing arbeitet auf dem Peer-to-Peer-Prinzip zwischen mehreren Geräten ohne zentrale Instanz. Dies funktioniert mittels eines Relay-Servers (einer Art Vermittlungsstelle) auch über das Internet. Dazu werden die Geräte zunächst untereinander bekannt gemacht, indem die IDs (eindeutige Schlüssel) der jeweils anderen Geräte hinzugefügt werden. Anschließend kann man Verzeichnisse freigeben, und diese auf den anderen Geräten einbinden. Um die Synchronisierung kümmert sich Syncthing dann im Hintergrund selbst. Für Windows empfiehlt sich die Synctrayzor, welches Syncthing mitbringt und ein Statussymbol in der Taskleiste bereitstellt. Die Kommunikation zwischen den Geräten ist jeweils Ende-zu-Ende-verschlüsselt.

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